Stefan's Hummelpensionen
Hatte mir vorgenommen über den Winter einige Hummelhäuser zu bauen.
Davon bekam meine 10jährige Tochter Wind und fragte, ob wir das ganze als „Tochter-Papa-Projekt“ machen könnten. Na klar!
Foto: Stefan Helget
Die 3 Hummelhäuser wurden also komplett von meiner Tochter angefertigt.
Nur gefährliche Dinge, wie den Holzzuschnitt und ein wenig Hilfestellung hat der Papa erledigt.
Der Korpus besteht aus 10mm Sperrholz (genagelt und verleimt), darin ist der Karton gefüllt mit getrocknetem Lavendel vom Vorjahr, Kleintierstreu und Kapok.
Die Schachtel hat rundum (auch unten) mindestens 1cm Luft und wird mit Styropor „geklemmt“.
Foto: Stefan Helget
Teichspiralschlauch und dieses feinmaschige Gitter aus dem Küchenzubehör als Wachsmottenschutz wurden auch verbaut.
Tipps zum Teichspiralschlauch und feinmaschige Gitter siehe hier.
Foto: Stefan Helget
Nistkasten 1
Ich habe gesehen, dass die Hummel-/Bienenhäuser gerne mit bunten Markierungen zur Orientierung für die Hummeln versehen werden.
Deshalb hat meine Tochter den Pinsel geschwungen und die Häuschen bunt angemalt.
Foto: Stefan Helget
Diese Malereien sind so schön geworden, dass der große Vorbau dadurch leider nicht mehr möglich war, er hätte alles verdeckt.
Aber der schöne Nebeneffekt an dem deshalb seitlich angebrachten Eingang ist, dass dadurch zwei 90-Grad-Knicke entstehen und somit Restlicht vermieden wird. Siehe Foto oben.
Den großen Vorbau kann man ja immer noch später mal nachrüsten!
Foto: Stefan Helget
Nistkasten 2
Foto: Stefan Helget
Foto: Stefan Helget
Nistkasten 3
Den Deckel haben wir mit Teerpappe bezogen und alles etwa 5-7 mal mit mattem Klarlack (Autolack auf Wasserbasis) geschützt.
Foto: Stefan Helget
Foto: Stefan Helget
Die Nistkästen haben wir montiert auf einem dicken Standfuß, bestehend aus einem 8x8 cm Kantholz das etwa einen halben Meter in die Erde eingeschlagen wurde.
Auf diesem Standfuß ist eine Grundplatte angebracht, die Hummelhäuschen sind auf dieser verankert.
Die drei Häuschen stehen an einem geschützten und schattigen Platz unter zwei Haselnusssträuchern. Im Sommer werden sie komplett von Sonnenhüten umgeben sein, die dort flächig wuchern.
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http://www.tom-garten.de/sonnenhut-weiss.html
Ich hoffe die Häuschen gefallen Euch!
Danke Jürgen für die Bauanleitung, hat Spaß gemacht nach dieser zu bauen!
Habe von Jürgen noch einige Tipps zur Verbesserung erhalten, die ich auch gleich umgesetzt habe mit meiner Tochter und euch hiermit zeige.
Foto: Stefan Helget
Auf das Dach haben wir noch einen Stein gelegt, damit bei starkem Wind das Dach nicht davon fliegt.
Ebenfalls unter das Dach noch eine Leiste als Tropfkante für den Regen angebracht.
Foto: Stefan Helget
Die Halterung der Hummelklappe zu Ösen zusammen gebogen, damit der Wind die Klappe nicht davon tragen kann.
Foto: Stefan Helget
Foto: Stefan Helget
Die Hummelklappe steht jetzt weit auf, damit die anfliegende Hummelkönigin den Eingang besser sehen kann.
Foto: Stefan Helget
Foto: Stefan Helget
Zum Anlocken der Königin haben wir noch Rinde und Moos auf das Anflugbrett gelegt so wie es Jürgen in seinem Beitrag – Hummelansiedlung – beschrieben hat.
Danke noch einmal für die guten Ratschläge, so sieht das doch gleich schöner aus und erfüllt seinen Zweck besser.
Foto: Stefan Helget
Ich habe meine freistehenden Häuser zusätzlich mit einem Deckel aus 6cm Styrodur versehen. Das ist eine Art \"druckfester Styropor\" der mir bei meiner Kellersanierung übrig geblieben ist. Er
wurde lediglich passend eingefärbt. Dieser Werkstoff hat hervorragende Wärmedämmeigenschaften, ist relativ günstig und selbst wenn die Sonne oben voll draufknallt ist es darunter angenehm kühl.
Also optimaler Sonnenschutz für die Hummeln. Diese Styrodurplatten sind mit etwa 1 cm Abstand auf den alten Deckel einfach aufgelegt und mit dem Stein fixiert. Die Luftschicht dämmt noch einmal
zusätzlich.
Alle vier Hummelpensionen sind besetzt!
Foto: Stefan Helget
Hier beim Modell " Hummel" ist reger Hummelverkehr.
Der Flugverkehr bei den Ackerhummeln ist etwa durchschnittlich 2 bis 5 mal in einer Minute.
Der Hummelvirus hat mich gepackt!
Foto: Stefan Helget
Weil meine drei Hummelpensionen so gut angekommen sind, habe ich Mitte April 5 weitere Pensionen gebaut. Dieses Mal mit „integriertem Vorbau“. Im Prinzip nichts anderes als bei einem normalen Vorbau, nur eben in die Hummelpension integriert.
Foto: Stefan Helget
Von den 4 Hummelpensionen in der Hütte innenliegenden mit Schlauch nach außen ist wahrscheinlich nur eine besetzt.
Die neuen in der Gartenhütte befindlichen Häuser sind durch die Halselnusssträucher zwar optimal versteckt und vor Sonne geschützt, aber dadurch natürlich leider auch nur schwer einzusehen.
Foto: Stefan Helget
Eingangsblock ist aus Hölzern zusammengesetzt und verleimt, habe mir dadurch das Bohren erspart.
Foto: Stefan Helget
Hier der innenliegende Vorbau.
Ich sehe den Vorteil dieser Bauweise darin, dass ich den Laufgang von innen belüften kann. Also ein innenbelüfteter Laufgang mit Zufüttermöglichkeit von außen.
Foto: Stefan Helget
Der Karton für das Hummelnest wird auf die vier Abstandshalter gestellt.
Foto: Stefan Helget
Hier die vier Hummelpensionen in der Gartenhütte.
Diese wurden ebenfalls von meiner Tochter angemalt, denn Hummeln möchten auch ein schönes Zuhause.
Foto: Stefan Helget
Foto: Stefan Helget
Hummelpension mit geöffneten Vorbau wo ich kontrollieren und gegebenenfalls zu füttern kann.
Foto: Stefan Helget
Den Teichspiralschlauch den Jürgen empfohlen hat, dieser lässt sich sehr gut biegen.
Foto: Stefan Helget
Hier ein Foto aus der Bauphase, gut sichtbar der Teichspiralschlauch der ins Hummelnest führt
Leider wurden die Pensionen wohl etwas zu spät fertig, denn dieses Jahr habe ich Ende April schon keine suchenden Hummelköniginnen mehr gesehen wohl durch das optimale Wetter.
Ich freue mich sehr dass in meinem ersten Hummeljahr bisher scheinbar alles Optimal läuft. Vielen Dank Jürgen, ohne die Seite „hummelfreund.com“ hätte das sicher nicht so gut geklappt.
Viele Anfängerfehler blieben mir dadurch erspart. Danke dafür! Meine ganze Familie samt Nachbarn sind begeistert!
Foto: Stefan Helget
06.08.2011
Durch die Sonnenhüte sind meine Hummelpensionen fasst gar nicht mehr zu sehen.
Foto: Stefan Helget
Werde die Häuschen im nächsten Jahr noch etwas erhöhter anbringen, damit ich die Eingänge noch etwas besser im Blick habe und damit die Flugbewegungen der Hummeln beobachten kann.
Foto: Stefan Helget
Das Wiesenhummelnest hab ich vor zwei Wochen aufgelöst nachdem keine Fugbewegungen mehr statt gefunden haben.
Hab 281 Kokons gezählt.
Foto: Stefan Helget
Etliche kleine Raupen 3mm lang, wahrscheinlich Wachsmottenraupen und sehr viele Milben am Grunde der Nestes gefunden.
Wachsmottengespinste habe ich nicht entdeckt.
Auch 4 Ohrenwuzler (Ohrwürmer) + 5 Ameisen waren auch drin; doch das ist meine Schuld gewesen, hatte Mal den Deckel der Hummelpension nicht richtig aufgelegt und das wurde sofort ausgenutzt!
Foto: Stefan Helget
Der Laufgang war zum Nest hin stark verkleinert.
Aber eine Königin war definitiv vor drei Wochen noch fleissig am ein- und ausfliegen.
Habe ich mehrfach gesehen.
Jürgen sagte mir dazu, dass die Hummeln absichtlich den Eingang zum Hummelnest verkleinern um ihn besser überwachen zu können.
Dieser Beitrag wurde von Hummelfreund Stefan Helget aus Töging / Bayern zur Verfügung gestellt.




