Vögel und Katzen

Vögel stellen eine Gefahr für die Hummelköniginnen dar

 

Hallo Hummelfreunde,                                                                                                           5. Apr 2008

jedes Jahr aufs Neue beobachte ich, dass manche Kohlmeisen sich spezialisiert haben Hummelköniginnen zu erbeuten.
Sie fliegen speziell blühende Bäume und Sträucher an, um an die nahrhaften dicken Brummer ranzukommen.
Die Hummeln werden regelrecht abgeschlachtet, Bruststücke und Hinterleib werden gefressen, der Rest bleibt liegen. Des Weiteren sind Spatzen, wenn sie Junge aufziehen, auch gefährliche Hummeljäger, meistens sind es Arbeiterinnen, die sie erbeuten.
Amseln konnte ich auch beobachten, wie sie Hummelköniginnen und Hornissen nachstellen und sie töteten, ohne sie zu fressen.

So dramatisch das im Einzelfall sein mag, insgesamt ist jedoch der Verlust an Hummeln durch Vögel eher gering.

Dauerhafte Schlechtwetterperioden im Frühjahr sind des Hummels Tod, unzählige Hummeln bleiben dadurch auf der Strecke.

Jetzt noch paar Bilder dazu, wie Hummelköniginnen aussehen, wenn sie von Vögeln erbeutet wurden.

 

Foto: Karsten Grotstück,  Hier fehlt das Bruststück Foto: Karsten Grotstück, Hier fehlt das Bruststück
Foto: Karsten Grotstück,  Hier sieht man deutlich, das Hinterleib und Bruststück fehlen. Foto: Karsten Grotstück, Hier sieht man deutlich, das Hinterleib und Bruststück fehlen.
Foto: Jürgen Börner Foto: Jürgen Börner

 

 

 

Da Bruststück und Hinterleib fehlt, kann direkt von hinten, durch die Hummel hindurch geschaut werden.

Die Hummel ist von den Kohlmeisen ausgehöhlt worden.

Foto: Karsten Grotstück,  Hier sieht man nochmals den fehlenden Hinterleib und das Bruststück. Foto: Karsten Grotstück, Hier sieht man nochmals den fehlenden Hinterleib und das Bruststück.

 

Dieser Beitrag wurde von Hummelfreund Karsten Grotstück aus Kassel / Nordhessen zur Verfügung gestellt.

 

 

Hallo Karsten                                                                                                  15. Feb. 2008

Dass Vögel Hummeln anfallen, konnte ich bis jetzt ein einziges Mal beobachten, aber die Hummel, so glaube ich, konnte entkommen. Dass die Kohlmeisen sich auf Hummeln spezialisiert haben, haben Sie bestimmt von Ihren Eltern gelernt, wahrscheinlich sind Hummeln sehr nahrhaft, besonders Bruststück und Hinterleib.
Die Fotos die Du reingesellt hast, gefallen mir sehr gut. Hast ja vorgesorgt für andere geflügelte Insekten.

 

Jürgen Börner


 

 

 

Hallo Hummelfreunde                                                                                      15. Feb. 2008

Nicht nur Vögel stellen unseren Hummeln nach, sondern auch Katzen sind beteiligt am töten von Hummeln.

Heute wollte die erste Hummelkönigin sich bei mir ansiedeln, doch es wurde verhindert durch eine Katze.

Dass Katzen sich regelrecht auf Hummeln stürzen, konnte ich schon mehrmals beobachten. Leider haben sich in meiner Reihenhaussiedlung, wo ich wohne, viele eine Katze zugelegt.
Meine Frage an Euch, hat jemand eine Idee wie ich verhindern kann, dass Katzen, meinen Garten aufsuchen?


Jürgen Börner

                                                                                                                     24. Mai 2010

 

Gefahren für die Hummeln durch nistende Kohlmeisen !!! 

 

Bei mir in Kassel: Ich habe einen kleinen Naturgarten von 518 qm Größe, in dem sich diesen Frühling zwei Kohlmeisenpaare entschieden haben zu brüten, mit jeweils 5 Eiern im Nest.

Leider Gottes halte ich aber auch Hummeln, dafür war ja der Garten auch so angelegt worden. 4 Baumhummelvölker, 1 Erdhummel-, 1 Steinhummel und 1 Gartenhummelvolk. Die Hummelnistkästen sind alle am Eingang mit einer Hummelklappe versehen bzw. gesichert und da liegt das eigentliche Problem. Die Vögel (Kohlmeisen) haben sich nun spezialisiert die Hummeln vor der Hummelklappe abzufangen und anschließend die Hummeln an ihre Jungen zu verfüttern. Am Anfang habe ich es nicht mitbekommen, habe mich nur gewundert, dass die Bevölkerung der Hummeln nicht zunahm sondern im Gegenteil rapide abnahm. Ich war regelrecht verzweifelt und voller Zorn, wie ich mit ansehen mußte, wie die Kohlmeisen Jagd auf meine Hummelvölker machten und was sie ihnen antaten. Aber sie wollen ja auch nur Leben (Überleben) und ihre Jungen großziehen und da kommt ein Hummelkasten gerade recht, der mit einer Hummelklappe gesichert ist. Die Hummeln können nicht so schnell in Klappe verschwinden und werden Opfer!!! 

Ich habe beschlossen am nächsten Tag im Garten Wache zu schieben, von morgens 4:30 Uhr bis abends 21:45 Uhr. Die Kohlmeisen haben mit mir Katz und Maus gespielt und haben mich regelrecht ausgetrickst, sie flogen jenen Kasten an und erzielten Beute, wo ich gerade nicht stand. Die Gesichtsröte stand mir im Gesicht geschrieben und ich fing an zu überlegen, wie kann man ihnen begegnen ohne ihnen zu schaden. Ich kann doch nicht von morgens bis abends im Garten stehen und meinen Hummeln beistehen. Meine Idee war den Eingang so zu sichern, dass die Hummelklappe noch ihrer Aufgabe gerecht wird. Ich nahm Kaninchendraht und baute halbrund um den Kasten eine Art Iglo, das vogeldicht gemacht wurde, so das die Hummeln ungehindert zu ihren Kasten gelangen. Sie flogen einfach durch die Maschenbreite hindurch, so dass die Vögel ihnen nicht folgen konnten. Noch besser als Kaninchendraht ist ein Vogelschutznetz für Beerensträucher, sie müssen allerdings richtig gespannt werden. Nun ist für mich und meinen Hummeln im Garten wieder Ruhe eingekehrt, ich bin zufrieden. Die Vögel können zwar weiterhin den Hummeln nachstellen, aber nicht unmittelbar am Hummelkasten.

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Diesen Beitrag, hat Karsten Grotstück aus Kassel / Nordhessen zur Verfügung gestellt.