Erdhummelnest

(Bombus terrestris)                                                                                            17.09.2011

 

Da keine Flugbewegungen mehr stattfanden in der Hummelpension, wo ich dieses Jahr ein Erdhummelvolk beherbergte, habe ich dieses aufgelöst am 23.08.2011.

 

Über die Volksentwicklung hatte ich euch ja schon berichtet in diesem Beitrag, denn es war sehr groß!

                                                                           

 

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

Hier ein Blick ins Hummelnest nachdem ich den Deckel abgenommen; hätte ich bald vergessen zu fotografieren wie ihr seht, denn ich hatte auf der linken Seite schon angefangen die Nestwand auseinander zu nehmen.

Die Decke des Nestes besteht aus Kapok vermischt mit Holzspäne.

Bemerkung: Das vermischen des Kapoks mit Holzspäne, dies so ist meine Erfahrung, machen nicht alle Hummelarten; selbst in einer Hummelart kann es verschieden sein.

 

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

Die Nestdecke war stark gewölbt und ungefähr zwei Zentimeter stark.

In ihr befanden sich wie ihr auf dem Fotos seht, Lüftungsschächte (kleine Löcher); diese Schächte, dienten den Hummeln unter anderem zur Regulierung des Nestklimas; durch diese klettern die Hummeln auf die Nestdecke, besonders wenn es im Hummelnest zu warm wird, und kühlen durch Flügelschlagen die Nesttemperatur herunter.

 

 

Steht z.B. die Hummelpension in der Sonne, dann schaffen es die Hummeln nicht die Temperatur herunter zu kühlen und es kommt zum Hitzetod des gesamten Hummelvolkes.

 

Im Nest fand ich die tote Altkönigin und drei tote Jungköniginnen vor,

ebenfalls 7 tote Arbeiterinnen. Altkönigin und die drei Jungköniginnen waren leicht angefressen.

 

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

Der gesamte Brutraum war bis in die Ecken mit Kokons ausgefüllt.

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

 

Die Kokons habe ich hier auf ein Backblech 45 x 36 cm ausgebreitet; Späne und Kapok entfernt.

 

Auf Grund der Masse der Kokons und das beim Herausnehmen des Hummelnestes etliche Nektartöpfe ausgeflossen waren, habe ich auf eine Kokonauszählung, die sicherlich einige Tage in Anspruch genommen hätte, verzichtet.

 

9 Kokons waren bis zum Rand gefüllt mit Nektar; es könnten auch mehr gewesen sein, lies sich leider nicht mehr feststellen nachdem herausnehmen des Hummelnestes.

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

Ich schätze dass es um die 1000 Kokons gewesen sind.

 

Wachsmottenlarven konnte ich nur vereinzelte entdecken, diese hatten eine Länge von 5 bis 8mm.

 

Von den vielen Kokons waren leider rund 100 Kokons die schwarz waren;

die meisten davon waren Königinnenkokons.

 

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

Links zwei Kokons aus denen Hummeln hervorgegangen und rechts die schwarzen, mitunter auch leicht eingedrückt noch geschlossenen Kokons, diese waren leer, als ich einige davon öffnete!

 

Diese Kokons wurden von Fliegenlarven ausgefressen.

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

Es befanden sich ein bis zwei kleine Löcher, meistens unten oder an den Seiten dieser Kokons, durch die Fliegenlarven nachdem sie die Hummellarve aufgefressen, verlassen hatten.

Hummelklappen bieten vor Eindringlingen leider keinen 100% Schutz.

Besonders Jungköniginnen wenn sie von ihrem ersten Ausflug zurückkommen, stellen sich sehr ungeschickt an der Hummelklappe an, und das nutzen die Fliegen die sehr schnell sind aus, um mit hineinzukommen in die Hummelpension.

 

Trotz das Hummelklappen vereinzelt überwunden werden, rate ich euch Hummelklappen anzubringen an euren Hummelpensionen, denn viele Versuche von Eindringlingen in das Hummelnest zu gelangen, wird durch diese abgewehrt.

 

 

 

Jürgen Börner

 

Hinweis:

Wer sich über Kapok informieren möchte, sollte sich diesen Beitrag durchlesen.

Anleitungen für den Bau einer Hummelklappe findet ihr unter Basteltipps.