19.08.2011

Kapokschote + Anleitung für Kapokpflanzenzucht

 

In meinen Beitrag – Erfahrungen mit Polsterwolle und Kapok – habe ich euch berichtet welche Erfahrungen ich gesammelt habe mit Polstermaterial und euch auf Kapok hingewiesen, welches sich seit 2009 bei mir sehr gut bewährt hat. 

 

In diesem Beitrag möchte speziell auf die Kapokschote, die Frucht des Kapokbaumes eingehen.

 

Kapokschoten haben eine Länge von 20 bis 30cm und eine Stärke von 3cm bis 6cm.

 

 

Foto: Jürgen Börner  , Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kapokschote

 

 

 

Diese Kapokschote auf dem Foto, hat eine Länge von 20cm und Stärke von 5,5cm.

Foto: Jürgen Börner  , Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kapokschote

 

 

 

Die Kapokschote lässt sich leicht öffnen.

Foto: Jürgen Börner  , Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kapokschote
Foto: Jürgen Börner  , Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kapokschote

 

 

 

Die Kapokknöllchen sehen aus wie aneinander gereihtem Puffreis.

Foto: Jürgen Börner  , Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kapokschote

 

 

 

Der Kapok wird auseinander gezogen, was sehr leicht geht und es erscheinen zahlreiche Samen.

Foto: Jürgen Börner  , Kerne / Samen der Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kerne / Samen der Kapokschote

 

 

 

Diese Kapokschote enthielt 228 Samen, Farbe dunkelbraun, Größe entspricht dem eines Pfefferkorns.

 

 

Die Samen der Kapokschote können verwendet werden um aus ihnen Kapokpflanzen zu erzielen. (Siehe Anleitung weiter unten im Beitrag!)

 

Foto: Jürgen Börner  , Schalen der Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Schalen der Kapokschote

 

 

 

Die Struktur in der Innenseite der Kapokschale stammt von den einzelnen Kapokknöllchen.

Foto: Jürgen Börner  , Kerngehäuse der Kapokschote
Foto: Jürgen Börner , Kerngehäuse der Kapokschote

 

 

Im Inneren der Kapokschote befindet sich das Kerngehäuse mit den Samen, diese sind nicht im Kerngehäuse, sonders außen am Kerngehäuse angelegt.

 

Die Samen lösen sich sehr leicht beim Entfernen des Kapoks vom Kerngehäuse.

 

Samen sind auf diesem Foto bereits entfernt.

 

 

Foto: Jürgen Börner  , Kapokschote und deren Inhalt
Foto: Jürgen Börner , Kapokschote und deren Inhalt

 

 

Der Kapok lässt sich sehr leicht verzupfen und damit ihr euch das besser vorstellen könnt wieviel das ist, habe ich den Inhalt der Kapokschote auf zwei Untersetzer, Durchmesser 27cm ausgebreitet.

Der Inhalt einer Kapokschote ist ausreichend für die Bestückung von zwei Hummelpensionen.

 

Kapokschoten werden in Zoohandlungen für Vögel und Nager zum Nestbau angeboten.

Der Preis für eine Verpackung (zwei Kapokschoten) beträgt 2,00 bis 6,00 Euro je nach Größe und Anbieter.

 

Hummelfreunde die Kapok ausprobieren wollen, sollten sich in der Zoohandlung Kapokschoten besorgen.

 

Hummelfreunde die von Kapok als Nistmaterial überzeugt und etwas mehr Kapok brauchen, können bestellen bei Kapok - Kontor. Siehe Beitrag – Erfahrungen mit Polsterwolle und Kapok –

 

 

Anleitung, Kapok - Pflanzenzucht

 

In der folgenden Anleitung werde ich auf die Aussaht eines Kapoksamens eingehen.

 

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

Folgende Materialien werden für die Anzucht von Kapokpflanze benötigt:

 

1 Samen

2 Gummiring

3 Blumentopf 8cm

4 Anzuchterde oder Kokosfasersubstrat

5 Haushaltfolie

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

Der Blumentopf wird gefüllt mit Anzuchterde oder Kokosfasersubstrat.

 

Von Oberkante Blumentopf bis zur leicht zusammengedrückten Erde sollte 2cm betragen.

 

In der Mitte des Blumentopfes wird der Kapoksamen 1cm tief eingedrückt und anschließend mit Erde verschlossen.

 

Wichtig: Erde oder Substrat sollte nur leicht feucht sein, auf keinen Fall nass!

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

Auf den Blumentopf wird Haushaltfolie aufgelegt und mit einem Gummi am Blumentopf befestigt.

 

Die Folie erreicht eine glatte Oberfläche wenn an der am Gummi herausragende Folie, ringsherum nach unten gezogen wird.

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

Bereits nach ein oder zwei Tagen bilden sich Wassertopfen an der Unterseite der Folie, diese übernehmen durch abtropfen das Giesen.

 

Nach 10 bis 15 Tagen können sich die ersten Pflänzchen zeigen.

 

Tipp: Kreuzt euch dies am Kalender an, damit ihr dies nicht vergesst, denn das Kapokpflänzchen wächst sehr schnell und kann bereits am ersten Tag wenn es aus der Erde herausschaut, an der Folie anstoßen. Deshalb ab dem 11. Tag, jeden Tag nach dem Blumentopf schauen!

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

Seht ihr das Pflänzchen, dann Folie und Gummi entfernen und das kleine Pflänzchen etwas angießen.

 

Die Pflanze sollte ab diesem Zeitpunkt niemals trocken stehen!

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

Pflanze am 1. Tag.

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

Kapokpflanze am 2. Tag, hat bereits eine Wuchshöhe von 40mm.

Hat die Pflanze eine Wuchshöhe von 10cm erreicht, ist umzupflanzen in einen größeren Blumentopf.

 

Foto: Jürgen Börner
Foto: Jürgen Börner

 

 

 

 

 

Die Pflanze auf dem Foto ist einen Monat alt und hat das erste für die Kapokpflanze typische Blatt ausgebildet.

 

Wer eine buschige Pflanze erzielen möchte, der kann auch gleich 3 Pflanzen in einen Blumentopf einpflanzen.

 

Jürgen Börner
Jürgen Börner

 

 

 

 

 

Im Blumentopf befinden sich 3 Kapokpflanzen, diese sind jetzt 2 Monate alt.

  

Die Wuchshöhe der Kapokpflanzen beträgt 15 cm.

 

In den ersten drei Monaten die Pflanze nicht direkten Sonnenstrahlen aussetzen, damit die Blätter nicht vertrocknen. Danach ist die Pflanze allmählich, jeden Tag etwas länger, an die Sonne zu gewöhnen!

 

Zur Kapokernte wird es auf Grund der bei uns klimatischen Verhältnisse nicht kommen, aber es lassen sich schöne Pflanzen erzielen für Wohnungen und ist ein Schattenspender für Terrassen und Balkone.

 

In der kalten Jahreszeit sollte das Kapokbäumchen auf jeden Fall im warmen untergebracht werden.

 

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Anzucht von Kapokpflanzen!

 

Jürgen Börner