Wildbienenstände / Insektenhotels

                 04.10.2011                                                                                                                 

        

Im Handel werden Nisthilfen unter verschiedenen Namen z.B. Wildbienenhotel, Insektenhotel oder Insektenherberge angeboten.

 

Wildbienenhotel, Insektenhotel und Insektenherberge ist eine im „Volksmund“ unglücklich gewählte Bezeichnung von Nisthilfen für Wildbienen.

 

Wildbienen leben nicht kurzfristig in diesen wie wir Menschen im Hotel, sondern langfristig, denn die Entwicklung vom Ei bis zur schlüpfenden Wildbiene dauert ein Jahr!

 

Das der Wildbienenstand angenommen wird von den Wildbienen, dazu ist es wichtig diesen nach Süden auszurichten. Wildbienen sind meistens solitär (einzeln) lebend, diese brauchen für ihre Entwicklung im Sommer viel Wärme und im Winter auch Kälte. Der Standort der Wildbienenstände sollte deshalb über das Jahr nicht verändert werden.

 

Hummeln sollte auf keinen Fall in einem Wildbienenstand eine Nistgelegenheit angeboten werden.

 

Begründung: Hummeln gehören zu den staatenbildenden Insekten, diese geben als Volk selbst schon viel Wärme ab, hinzukommt das ihre Nachkommen bei Ihrer Entwicklung von der Larve zum Vollinsekt zusätzlich ebenfalls noch Wärme abgeben. Im Hummelnest ist es im Sommer eher zu warm, als zu kühl.

Ebenfalls speichern im Wildbienenstand untergebrachte Lehmwände die Wärme der Sonne.

Da der Wildbienenstand nach Süden ausgerichtet und von der Sonne beschienen wird,

schaffen es die Hummeln nicht die Temperatur herunterzukühlen, das bedeutet für das gesamte Hummelvolk der sichere Tod. Hummeln werden bei Unterbringung in einer Insektenwand regelrecht gegrillt!

 

Ich bitte euch diesen Hinweis zu beachten, wenn ihr euch einen Wildbienenstand baut!

 

Weiterhin möchte ich euch darauf hinweisen, dass die Bohrungen für die Wildbienen mit scharfen Bohrern ausgeführt werden und nicht in das Hirnholz gebohrt werden darf, sondern immer von Außen (dort wo sich vorher die Rinde des Baumes befand) die Löcher gebohrt werden. Wird in Baumscheiben gebohrt, dort wo die Jahresringe des Baumes sich befinden (Hirnholz) werden Risse entstehen von Loch zu Loch die mit den Jahren immer größer werden. Die Risse entstehen durch die unterschiedliche Trocknung innerhalb der Baumscheibe. Das Holz im Inneren der Baumscheibe (Kernholz) trocknet weniger nach als das Holz was sich unter der Rinde (Splintholz) befindet.

 

Scheint die Sonne auf das Hirnholz (auf die Jahresringe des Baumes) reist die Baumscheibe und die von euch gebohrten Löcher werden unbrauchbar. Gerissene Löcher werden von den Wildbienen nicht angenommen!

 

Wer dennoch auf Baumscheiben nicht verzichten möchte in seinem Wildbienenstand und Löcher in Hirnholz bohren will, der sollte Holz verwenden das etliche Jahre Holztrocknung hinter sich hatte.

In diesem abgelagerten Holz ist mit nur weinigen vereinzelten kleinen Holzrissen im laufe der Jahre zurechnen.

 

Einige Wildbienenarten lieben auch Totholz (abgestorbenes Holz), deshalb solltet ihr dieses ebenfalls mit in eurem Bauwerk einbauen.

 

Jürgen Börner

 

 

 

 

Foto: Dirk Howaldt , Wildbienenstand
Foto: Dirk Howaldt , Wildbienenstand
Foto: Dirk Howaldt , Wildbienenstand
Foto: Dirk Howaldt , Wildbienenstand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Wildbienenstand hat

Dirk Howaldt für seinen Garten

in Berlin gestaltet.

________________________________________________________________________

Foto: Claudia Thöne , Wildbienenstand
Foto: Claudia Thöne , Wildbienenstand

 

 

Diese Insektenwand steht

bei der Hummelwerkstatt

in Naumburg.

 

Dieser Wildbienenstand wird gegenwärtig umgebaut. Alle gerissenen Baumscheiben werden entfernt und durch Hölzer ersetzt in denen von Außen nach Innen gebohrt wird.

________________________________________________________________________

Foto: Steven Porrmann , Wildbienenstand
Foto: Steven Porrmann , Wildbienenstand

 

 

Wildbienenstand Januar 2011

 

Links unten Nistkasten für Hummeln und rechts das Rote ist ein Florfliegenkasten.

________________________________________________________________________

Foto: Hermann Thomas , Wildbienenstand
Foto: Hermann Thomas , Wildbienenstand

 

 

 

Wildbienenstand im Frühjahr.

 

Meine Anlage steht auf einem Sockel aus halbkreisförmig angeordneten etwa 15 cm hohen Pflastersteinen. Eine starke Baumscheibe darauf gestellt und auf dieser eine große Baumscheibe eines hohlen Baumes angeordnet und mit Lehm gefüllt.

 

 

Auf der Baumscheibe ist eine weitere kleine Baumscheibe mit verschiedenen großen Bohrungen angebracht, alles andere wurde von mir mit Bambusstücken in den unterschiedlichsten Stärken unter dem Dach aufgefüllt.

Foto: Hermann Thomas , Wildbienenstand
Foto: Hermann Thomas , Wildbienenstand

Wildbienenstand im Frühsommer

 

Zum Schutz vor Regen ist alles überdacht mit einem Schilfdach.

 

Die unterschiedlichsten Insekten besuchen meinen Wildbienenstand.

Besonders die solitär lebenden Mauerbienen (Osmia rufa) und Lehmwespen.

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Wildbienenstand steht in Strehla / Sachsen.

_______________________________________________________________________

 

Foto: Stefan Helget , Insektenhotel
Foto: Stefan Helget , Insektenhotel

 

Diese Nisthilfe für Wildbienen hat Stefan Helget bei den Ruperti Werkstätten Altötting gekauft und dann teilweise selber noch gefüllt.

Dies dient einem guten Zweck von und für behinderte Menschen.

 

http://www.rupertiwerkstaetten.de/

 

Diese Nisthilfe befindet sich in Töging / Bayern.

________________________________________________________________________

Foto: Thomas Fritzsch , Insektenhotel
Foto: Thomas Fritzsch , Insektenhotel

 

 

Ich habe auf meinem Balkon kleine Insektenwände angebracht, es haben sich gleich Solitärbienen eingenistet.

 

 

 


Diese wurden angefertigt von Thomas aus Auerbach im Erzgebirgskreis in Sachsen.

________________________________________________________________________

Foto: Holger , Steinmauer für Insekten
Foto: Holger , Steinmauer für Insekten

 

 

In Trockenmauer finden Wildbienen genügend Nistmöglichkeiten.

 

Auch bietet es Schlangen, Eidechsen, Kröten, Spinnen usw. einen Unterschlupf.

_______________________________________________________________________

Foto: Wolf Richard Günzel , Insektenhotel
Foto: Wolf Richard Günzel , Insektenhotel
Foto: Wolf Richard Günzel , Insektenhotel
Foto: Wolf Richard Günzel , Insektenhotel
Foto: Wolf Richard Günzel , Wildbienenwände
Foto: Wolf Richard Günzel , Wildbienenwände
Foto: Wolf Richard Günzel , Insektenhotel / Wildbienwand
Foto: Wolf Richard Günzel , Insektenhotel / Wildbienwand
Foto: Wolf Richard Günzel, Insektenhotel im Winter
Foto: Wolf Richard Günzel, Insektenhotel im Winter

Danke Herrn Wolf Richard Günzel für die Zusendung dieser Fotos.

 

________________________________________________________________________

Insektenhotel
Foto: Rico Böge , Insektenhotel Freibad Lägerdorf

Im Jahr 2014 habe ich das hier gezeigte Insektenhotel nach reichlicher Recherche in Foren sowie in Sachbüchern konstruiert und angefertigt. Es steht im Eingangsbereich unseres hiesigen Freibades und ist zwischenzeitlich ein echter "Hingucker" geworden. Viele Eltern mit Kindern bleiben einige Augenblicke hiervor stehen und beobachten gespannt das Treiben der kleinen Insekten.

Foto: Rico Böge , Insektenhotel Freibad Lägerdorf, Bewohner
Foto: Rico Böge , Insektenhotel Freibad Lägerdorf, Bewohner



Dieser kleiner "Flip" hat leider noch keine passende Behausung gefunden.

Foto: Rico Böge , Insektenhotel Rico
Foto: Rico Böge , Insektenhotel Rico

 

 

Hier ist mein Insektenhotel zu sehen, welches ich im Jahr 2015 angefertigt und in meinem Garten aufgestellt habe.

Die beiden leeren Fächer werden in Kürze noch mit Nisthilfen für Wildbienen gefüllt. Als Vorlage dienen mir hierzu die sog. "Nistblöcke" auf der Internetseite
www.Bienenhotel.de


Foto: Rico Böge , Insektenhotel Rico mit Bewohner
Foto: Rico Böge , Insektenhotel Rico mit Bewohner




Nach nur einem Sommer sind schon einige Bewohner eingezogen und haben die Eingänge zu ihren Wohnröhren verschlossen.


Es grüßt

Rico Böge, Lägerdorf (Schleswig-Holstein)